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Nachhaltiger Autohof in Röttenbach:

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Nachhaltiger Autohof in Röttenbach:

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Veröffentlicht von Beer Energien in Regionale Innovation · Freitag 31 Okt 2025 · Lesezeit 4:15
Blaue Schale, grüner Kern
Landrat  Ben Schwarz und Bürgermeister Thomas Schneider besuchen den Autohof  Röttenbach, an dem kürzlich fast zwei Millionen Euro investiert wurden
Stand: 03.05.2025, Quelle: Webseite Landratsamt Roth
Zwei Projekte,  beide auf den ersten Blick blau und den zweiten grün. Eine spannende  Kombination, für die Landrat Ben Schwarz gerne ins (E-)Auto steigt und  nach Röttenbach fährt. Dabei erfährt er Erstaunliches – und trifft auf  eine bemerkenswerte Philosophie.
Die beinhaltet von Seiten der Unternehmerfamilie Beer, die hinter dem  Autohof Röttenbach steht, unter anderem eine klimaneutrale Wärmeenergie  für die Zukunft zu sichern und klimaschonende Antriebsstoffe zu  forcieren. Ziele, die Ben Schwarz Respekt abverlangen. „Es ist immer  wieder beeindruckend zu sehen, wie und in welchem Umfang sich  Unternehmer Gedanken machen.“
Im Fall Röttenbach sind dies ganz aktuell und konkret fünf  E-Ladesäulen für zehn Autos und eine weitere – mittlerweile durchaus  frequentierte („Tendenz nach oben“) – für Lastwagen sowie ein  Quantensprung bei der Waschanlage. Für Landrat Schwarz eine tolle  Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Wenn es dann wie in Röttenbach nur  25 Minute dauere, um auf 80 Prozent zu kommen, laufe die „Ausrede“ Zeit  ins Leere. „Genau die Zeit für einen entspannten Kaffee“, pflichtet ihm  Thomas Schneider bei.
Sowohl dem Mineralölkonzern als auch dem Familienunternehmen zollte  Schwarz Respekt für ihren Investitionsmut. So ließ sich Aral die sechs  300 KW-Ladesäulen samt Trafohäuschen eine gute Million kosten, die Beer  Energie GmbH nahm für die Umrüstung der Waschanlage weitere fast 300 000  Euro in die Hand. Dafür können Kunden ihr Auto nun mit 100 Prozent  vollbiologisch aufbereitetem Wasser waschen. „Eine saubere Sache“,  anerkannte er bewusst doppeldeutig.
„Das war und ist ein Glücksfall für Röttenbach“, greift Thomas  Schneider zum Autohof als solchem in die Vollen. Er erinnert sich an die  Anfänge: „Ich habe eine Anzeige in einer Fachzeitung geschalten.“   Gemeldet habe sich „ein Herr Beer aus Nürnberg, der wohl Lust auf noch  mal was Neues hatte“. Der zweite glückliche Umstand, war es doch ohnehin  schon ein kleines Wunder, dass Röttenbach überhaupt einen Autohof an  Land ziehen konnte.
Der ging vor 25 Jahren an den Start, „damals haben wir die Gastro sogar  noch selber gemacht“, verrät Geschäftsführer Christian Lindner. Zwar  gibt es im Shop Snacks, Kaffee und Co., das kulinarische Highlight aber  ist der kleine Thailänder, der gleichermaßen Stammkunden in der Umgebung  wie unter regelmäßigen B2-Pendlern hat.
365 Tage im Jahr und 24  Stunden ist der Autohof geöffnet, berichten Lindner und sein  Stellvertreter Alexis Akkermann. Zwölf Beschäftigte sind dafür nötig,  viele von ihnen sind schon lange dabei. „Das Betriebsklima ist gut“,  betont Christian Lindner, der auch mit den Zahlen zufrieden ist. Die  Seen spülten Kunden an, unter den Lkw-Fahrern sei Röttenbach ein  beliebter Halt. Nicht zuletzt, weil der Autohof der einzige zwischen der  A 6 und „hinter Donauwörth“ sei.
Im Nachhinein habe sich auch die Entscheidung, von dem freien Autohof  im Jahr 2009 auf Aral umzuflaggen als richtig erwiesen, sagt der  Stationsleiter. „Aral steht für Qualität.“ Und bringt den Vorteil mit,  dass das blaue Markenzeichen von weithin sichtbar ist – zusammen mit den  architektonisch herausragenden Bögen, die den Autohof überspannen.
Das tat Not, denn: In den Anfangsjahren sei es immer wieder  vorgekommen, dass Brummi-Fahrer den Autohof erst wahrgenommen haben, als  sie an der Ausfahrt schon vorbei waren. Weil es kein  „Bundesstraßen“-gelbes Schild Autohof gibt, erzählt Thomas Schneider.  „Da hat auch keiner mit sich reden lassen.“
Ganz im Gegenteil zu Peter Beer, dem Vater des jetzigen Firmeninhabers.  Bei dem wurde Schneider im Jahr 2000 mit einer Spendenbitte für den  ersten Gemeindebus vorstellig. Beers Antwort: „A Spende kriegst net,  aber 2000 Liter Diesel im Jahr“, erinnerte der Bürgermeister sympathisch  und wertschätzend an den „Vater des Autohofs“.
Der grüne Gedanke, er geht weiter. Aktuell wartet im Landratsamt der  Antrag für die erste HVO100 Diesel-Tankstelle im Landkreis auf  Genehmigung. Bürgermeister Schneider ist begeistert und pointiert: „Wenn  ich schon einen Verbrenner fahre, kann ich wenigstens das tun, was ich  tun kann.“  Zumal das im Falle Röttenbach einen zusätzlichen Charme hat,  hat doch einer der größten pflanzlichen Kraftstoffhersteller seinen  Sitz im Landkreis.
Nicht zuletzt dieses „Ineinander-Greifen“ ist es, das Ben Schwarz als  eine der Stärken der Region ausmacht. Zusammen mit der Bereitschaft,  sich einzubringen oder sich notfalls auf die Hinterbeine zu stellen. „So  Sachen wie ein Autohof fallen schließlich auch nicht vom Himmel“, sagt  er rückblickend-anerkennend in Richtung Thomas Schneider. „Es muss  Menschen geben, die machen statt nur mit dem Finger auf andere zu zeigen  mit dem Hinweis: der könnte doch…“ Dieser Ansatz würde der Gesellschaft  gut tun, ist er überzeugt. So wird aus blau und grün noch mehr…


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